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Celestron SkyScout und Meade mySky

Handplanetarien im Vergleich

 


Die beiden Handplanetarien funktionieren im Prinzip wie beworben. In der Praxis gibt es eine Reihe von Unterschieden, eine eindeutige Empfehlung ist nicht möglich. Für speziellere Aufgaben, wie z. B. als elektronischer Sucher, sind beide zu ungenau und daher auf die Zielgruppe der Einsteiger und Gelegenheitsbeobachter beschränkt.

 

 

Diese beiden Produkte sollen dem Einsteiger dem Himmel erklären, ohne daß ein Mentor in Form eines Menschen anwesend sein muß. Beide haben eine Vorrichtung zum Anpeilen eines Punktes (ähnlich einem Telrad), einen kleinen Bildschirm für die Anzeige von Informationen und Bedienugsmenü sowie ein paar Tasten.

Funktionsweise

Das Handplanetarium verfügt über drei Sensoren:

  • GPS Empfänger (gibt Standort, Datum und Uhrzeit)
  • Kompaß/Magnetsensor (gibt indirekt die Himmelsrichtung)
  • Neigungsmesser (gibt die Höhe über Horizont)

Wenn das Gerät weiß, wo es sich befindet, welches Datum ist und welche Uhrzeit, es außerdem weiß, in welche Azimutrichtung und welche Horizonthöhe es "guckt", kann es ausrechnen, welche Gestirne dort stehen.

Der Algorithmus im Hintergrund ist etwas komplizierter als es zunächst scheint. Da das Erdmagnetfeld nicht parallel zur Erdachse steht, weist die Nordrichtung eines Kompaß in diverse Richtungen, je nach Standort. Diese sog. Nadelabweichung ist außerdem zeitlich variabel. Zufällig ist sie zur Zeit in Mitteleuropa nur null bis zwei Grad (magn. Nord = geogr. Nord), im Nordwesten der USA aber über 30 Grad.

Das Gerät muß also eine Weltkarte der Nadelabweichung gespeichert haben. Soll es viele Jahre genutzt werden, muß es die Tendenz kennen oder alle paar Jahre aktualisiert werden.

Der Rest ist aus zahlreichen Planetariumsprogrammen hinlänglich bekannt. Standort, Datum, Uhrzeit, Azimut und Höhe in Himmelskoordinaten umrechnen ist ein trivialer Prozess, ebenso das Speichern von unzähligen Himmelsobjekten mit allerlei Informationen dazu.

In der Praxis gibt es bei beiden Geräten im Wesentlichen zwei Modi:

  • Lokalisieren - führe mich zu irgendeinem Objekt, das ich aus einer Datenbank ausgewählt oder
  • Identifizieren - sage mir, welches Objekt in gerade ansehe

Das geht im Einzelnen so: Man sucht ein Objekt aus der Datenbank (die bei den beiden Geräten etwas unterschiedlich strukturiert ist, im Prinzip aber gleich), drückt die Taste für "Lokalisieren" und bekommt dann auf einem Display einen Pfeil eingeblendet. Das Gerät wird am ausgestreckten Arm gehalten, während man über die Markierung peilt.

Bewegt man das Gerät in die vom Pfeil vorgegebene Richtung, nähert man sich dem Objekt. Meist ändert sich die Richtung, während man sich nähert, bis das Gerät einem mitteilt, daß man beim gewünschten Objekt angekommen ist. Das Meade tut dies nur einen kurzen Moment lang durch einen doppelten Ring im Display, man muß sich also merken, wo man hingepeilt hat, bevor die Gefunden-Mitteilung kam. Das Celestron ist hier komfortabler: die Richtung- oder Gefunden-Mitteilung bleibt bestehen, bis ein neues Objekt ausgesucht wird.

Die umgekehrte Richtung ist denkbar einfach. Man peilt ein Objekt an, von dem man gern wissen möchte was es ist und drückt die "was ist das"-Taste. Der Bildschirm gibt dann die Antwort und auf Wunsch weitere Infos zum Objekt.

Beide Geräte können das was sie sollen und zwar in beiden Richtungen, Lokalisieren und identifizieren.

Ausstattung und Vergleich in der Praxis

Die beiden Platzhirsche Meade und Celestron überbieten sich gegenseitig mit Superlativen. Es ist nicht möglich, anhand der Funktionen einen Sieger zu küren, dafür sind die Geräte zu unterschiedlich, was besonders für die Schwächen gilt, die jedes Gerät für sich hat.

Gehäuse

Celestron war erster und demzufolge ist das Meade Gerät wesentlich peppiger, was bei dem schmucklosen Celestron-Design auch keine Kunst ist. Das Celestron ist ein quaderförmiges Teil mit abgerundeten Ecken und einer schwarzen Außenhaut aus Hartplastik, die beiden Plexiglasfenster machen einen etwas billigen Eindruck. Das Design ist für die Praxis allerdings unerheblich, die Fenster werden aber noch eine Rolle spielen. Das Meade liegt in der Hand wie eine Pistole und man peilt über die Markierungen wie über Kimme und Korn einer Waffe. Tolles Gefühl, das durch den griffigen Gummiüberzug und das eingeblendete Farbdisplay ins Star Wars Feeling gesteigert wird. Wichtiger für die Praxis scheint zu sein, daß beim Meade die Batterien/Akkus weiter vom Magnetsensor entfernt sind als beim Celestron, was der Funktion des Sensors hilft.

Die gummierten Tasten des Celestron machen einen guten Eindruck. Die vom Meade wirken wie das gesamte Gehäuse wenig wertig. Das Meade ist ohne Batterien so leicht, daß man ein leeres Gehäuse vermutet.

Die Geräte scheinen zumindest gegen Tau unempfindlich zu sein. Die Tasten sind zu klein, wenn man dicke Handschuhe trägt.

Anpeilen

Beim Meade befinden sich auf der ebenen Oberseite vom Gehäuse drei rote LEDs, zwei dicht beieinander hinten und eine vorn. Die LEDs bilden praktisch Kimme und Korn. Beim Celestron blickt man durch das Gehäuse hindurch, das vorn und hinten mit je einer Plexiglasscheibe verschlossen ist. Beide zeigen einen roten Ring, eine kann zusätzlich acht Pfeile am Rand einblenden. Die Scheiben sind relativ stark getönt, was gut eine Größenklasse kostet und für eine Gerät zum Sternegucken ziemlich unsinnig erscheint.

Sparmode

Das Celestron schaltet sich 5 Minuten nach der letzten Benutzung ab. Lieb gemeint, aber unpraktisch. Wenn man es kurz beiseite legt, z. B. um auf einer Sternkarte was nachzusehen, hat sich der SkyScout abgeschaltet und die GPS-Suche beginnt von vorn. Das kann in der Praxis ziemlich an der Nerven zerren. Beim Meade ist der 5-Minuten-Sparmodus abschaltbar - ein Vorteil.

Display und Bedienung

Passend zur aktuellen Entwicklung bei elektronischen Geräten ist die Bedienung beider Geräte selbsterklärend und sehr einfach - die Betriebsanleitung braucht man eigentlich nur für Details.

Das Meade hat einen Farbbildschirm an der Rückseite. Dort wird je nach Betriebszustand ein Menü, eine Sternkarte oder Objektinformationen dargestellt. Darunter befinden sich die Bedienungstasten. Der Vorteil ist, daß man Display und Himmel gleichzeitig sehen kann, der Nachteil für astronomische Beobachtung ist der Blendeffekt durch den hell leuchtenden Schirm. Ein Rotmodus bringt etwas Linderung. Beim Celestron gibt es "nur" ein rot hinterleuchtetes, sechszeiliges Textdisplay ohne Mulimedia. Das Display und die Tasten sind an der Seite; man peilt entweder durchs Gerät oder liest das Display. Vor- und Nachteile kehren sich um. Es gibt keine farbigen Bilder und keine Sternkarte, dafür auch keinen Blendeffekt und schätzungsweise weniger Stromverbrauch.

Audio

Beide Geräte werden mit Kopfhörer geliefert. Auf Wunsch wird eine Audiodatei zum ausgewählten Objekt abgespielt. Beim Meade kann man sich auch die Funktion vom Gerät erklären lassen. Der Sprecher erscheint auf dem Display - fast wie Fernsehen.

GPS

Die Anforderungen ans GPS sind mindestens 10.000 mal geringer als bei anderen GPS-Anwendungen. Da beide Geräte sowieso nicht genauer als auf ein Grad arbeiten können, reicht eine Genauigkeit von 100 km auf der Erdoberfläche. Trotzdem ist zumindest das GPS vom Celestron relativ empfindlich gegenüber Störquellen. Eine nahe Hauswand reicht aus, das GPS nach fünf Minuten Satellitensuche zur Aufgabe zu bewegen. Das Meade scheint etwas toleranter gegenüber schlechtem GPS Empfang. Viel wichtiger: das Meade braucht die GPS Daten nicht unbedingt, sondern fragt den Benutzer nach dem Einschalten, ob man noch dort ist, wo man bei der letzten Benutzung war. Meist ist das natürlich der Fall (also "ja" wählen; 20 km spielen keine Rolle) und die Dauer vom Einschalten zum betriebsbereiten Gerät wird dramatisch verkürzt.

Bei gutem Empfang haben beide Geräte nach einer Minute genug GPS-Daten empfangen.

Neigung

Ein Meßgerät bestimmt die Neigung, in der das Gerät gehalten wird und damit die Höhe über Horizonz, in die gepeilt wird.

Hier gibt es einen der wichtigsten Unterschiede zwischen beiden Geräten und einen klaren Minuspunkt fürs Meade. Das Meade MUSS während der Benutzung senkrecht (zum Zenit zeigend) gehalten werden, ansonsten zeigt es falsch an. Am besten läßt sich das in Horizontnähe beobachten; geht auch am Tag. Man hält das Gerät senkrecht am ausgetreckten Arm, peilt einen Punkt an und die Sternkarte im Display ist innerhalb einer Sekunde stabil. Kippt man dann das Gerät seitlich, während man noch in die gleiche Richtung peilt, verschiebt sich die Sternkarte horizontal um etwa so viel Grad, wie das Gerät schief gehalten wird. Da man kaum in der Lage ist, das Gerät weniger als ein Grad geneigt zu halten, kann die Genauigkeit auch nicht besser sein. In der Nähe vom Zenit wird es noch schwieriger, das Gerät aufrecht zu halten, bei leichtem Hin- und Herneigen springt die Sternkarte recht wild durch die Gegend.

Das Celestron hat dieses Problem nicht. Egal, wie man es um die Längsachse dreht, die Richtungsinformation bleibt immer gleich.

Magnetsensor

Von den drei internen Meßgeräten das bei weitem kritischste. Das Magnetfeld der Erde ist recht schwach: ein Gauß. Zum Vergleich: ein Lautsprechermagnet hat einige tausend Gauß, ein Labormagnet einige Zehntausend (= einige Tesla), ein Kühlschrankclip vielleicht einige hundert, natürlich nur in unmittelbarer Nähe.
Ein Störfeld von nur einem zehntel Gauß - also viele hundertmal schwächer als der Kühlschrankmagnet - in der (un-) passenden Richtung verschiebt die Richtungsanzeige der beiden Geräte um fünf bis zehn Grad. Wenn man den ersten Deichselstern sucht, landet man beim Dritten, statt beim Orionnebel landet man bei Rigel oder Beteigeuze.

Man sollte mindestens drei, besser fünf Meter vom nächsten Auto entfernt sein. Stromleitungen, Häuser aus Stahlbeton, Eisenteile im Stativ und vieles mehr beeinträchtigen die Funktion beider Geräte erheblich. Das ist ein grundsätzliches Problem, die Geräte können nichts fürs schwache Erdmagnetfeld. Hier ist also der Benutzer gefordert.

Immerhin zeigt das Celestron ein Warnsignal, wenn es der Meinung ist, einem Störfeld zu unterliegen, was meist auch stimmt. Dann weiß man wenigstens, daß die Funktion beeinträchtigt sein kann und wird versuchen, von vermeintlichen Störquellen wegzugehen.

Selbst ohne äußere Störfelder kann die Genauigkeit einer Kompaßnadel kaum besser als ein Grad sein, zumindest nicht in einem handgehaltenen Gerät dieser Preis- und Gewichtsklasse.

Datenbank

Kein relevanter Parameter. Bei potentiell wenigen hundert in Frage kommenden Zielen ist es egal, ob das Celestron 6000 Objekte hat oder das Meade 30000.

Genauigkeit, Funktion in der Praxis

Aus den letzten drei Punkten ergibt sich, ob die Geräte können was Sie versprechen. In der Praxis ist die Genauigkeit schon deshalb nicht ganz einfach zu beurteilen, weil schon die Hand in der Größenordnung von einem Grad zittert. Mit leichten Abweichungen muß man also rechnen, weshalb die Geräte einen gewissen Raumwinkel abdecken. Peilt man mit dem Celestron die Vega an, bekommt man im Display fünf bis zehn Sterne angezeigt: Vega und einige Stern fünfter bis sechster Größe in ein paar Grad Umgebung. Genauer geht es einfach nicht. Damit ist bereits klar, daß man mit beiden Geräten nur Zugang zu hellen Objekten hat, die keine weiteren "Konkurrenten" in der Nähe haben. Die Gürtelsterne des Orion einzeln zu benennen, wird nicht zuverlässig und reproduzierbar möglich sein.

Brauchbarkeit als Sucher

Das Celestron hat einen Stativanschluß, das Meade nicht. Somit kommt nur das Celestron in Frage. Da es sich nach fünf Minuten ausschaltet, ist es dauerhaft kaum nutzbar. Ein Experiment mit einem Spektiv (zwei Grad Feld), Aluschinen und einem Neiger aus Alu und Magnesium hat ergeben, daß es nicht möglich ist, das SkyScout als Sucher zu benutzen. Die Abweichung vom Objekt waren jeweils mehrere Gesichtsfelder, weiterhin waren diese Abweichungen nicht reproduzierbar und über den Himmel verteilt in unterschiedlichen Richtungen.

Beide Hersteller bieten ein System an, um den SkyScout bzw. MySky mit einem Teleskop der jeweils eigenen Marke zu verbinden und es als elektronischen Sucher zu verwenden. Nach meinen Erfahrungen wage ich die Prognose, daß diese Systeme in der Praxis nicht funktionieren können, solang die Optik nicht mindestens fünf Grad Gesichtsfeld hat, also wie ein Fernglas.


Ein Versuch mit dem SkyScout als elektronischer Sucher

         

Ein Kunde wollte sein vorhandenes Spektiv parallel zum SkyScout montieren, um es als elektronischen Sucher zu verwenden. Daraufhin habe ich ein System zusammengestellt: 30cm Aluschiene, an deren Enden das Spektiv und der SkyScout montiert wurden. Darunter ein Manfrotto-Neiger, der überwiegend aus Alu und Magnesium besteht. Das ganze auf einem Alustativ. Ansonsten verwendet Manfrotto Edelstahlschrauben, die nicht magnetisch sind. Beim ersten Versuch führte mich der SkyScout auf der Suche nach Vega in die Nähe von Capella. Nach einigen Versuchen stellte ich fest, daß der SkyScout offenbar Probleme mit dem GPS hatte: man schrieb ein Datum im Jahr 2026 um sechs Uhr morgens. Das habe ich mit diesem Gerät nur dies eine Mal erlebt. Nach Aus- und Einschalten waren alle Daten korrekt. Bei festgehaltenem SkyScout haben ich dann zunächst geprüft, ob eine Peilung sich ändert, wenn man mit der Aluschiene, dem Neiger oder dem Spektiv in die Nähe kommt. Da dies nicht der Fall war, konnten diese Teile als Störquelle ausgeschlossen werden. SkyScout und Spektiv wurden parallel montiert. Dann der eigentliche Versuch: Vega im SkyScout ausgewählt, Lokalisieren gewählt, mit den roten Pfeilen im SkyScout hinführen lassen. Vega war durch die Scheiben des SkyScout sichtbar, allerdings ein halbes Grad außerhalb vom Feld im Spektiv (das bei 20x und 2,4 Grad Feld benutzt wurde). Nun habe ich Vega im Spektiv mittig gestellt und dann den SkyScout auf der Schiene so verdreht, daß wieder die acht roten Pfeile sichtbar waren. So aufeinander kalibriert ging es dann weiter. Ein Schwenk von 70 Grad soll zu M2 im Wassermann führen. Dieser lag im Spektiv gut ein Feld daneben. Zurück zu Vega war diese wieder knapp nicht im Feld, obwohl Minuten vorher dort kalibriert wurde.

Ich sehe bei diesem Versuch keine wesentlich besseren Rahmenbedingungen. Ich war auf freiem Feld, 10 Meter vom Auto weg, hatte Störeffekte durch die Montage ausgeschlossen und habe alle Schritte bedacht durchgeführt. Wenn man als Resultat wohlwollende 2 Grad Abweichung in alle Richtungen annimmt, und das bei guten Rahmenbedingungen, ist das Gerät als Sucher für ein Fernrohr einfach nicht genau genug.

Dieser Wert ist mir mindestens einmal von anderer Seite bestätigt worden.
Streng genommen ist natürlich nicht zulässig, dieses Ergebnis auf das Meade zu übertragen. Die etwas nervöse Sternkarte auf dem Bildschirm des Meade, die Empfindlichkeit gegen verkipptes Halten und das generelle Problem des schwachen Erdmagnetfeldes führen zur berechtigten Annahme, daß das Meade zumindest nicht genauer ist als das Celestron.

            


 

 

Batterieverbrauch

Nicht quantitativ getestet, aber wahrscheinlich stark abhängig von der Temperatur. Bisher haben die Batterien ganz gut durchgehalten, eine Stunde Benutzung sollte mit einer Ladung gehen. Natürlich sollte man Akkus verwenden. Das Meade braucht vier Mignons, das Celestron zwei.

Man sollte unbedingt auf die richtige Polung achten. Es gibt Grund zur Annahme, daß eines der Geräte bei falsch eingelegten Batterien Schaden nehmen kann.

Updatefähigkeit

Beide Geräte bieten die Möglichkeit, die Daten zu erneuern bzw. zu erweitern. Dies kann beispielsweise interessant sein, wenn ein Komet erscheint. Dann überspielt man die Bahnelemente aus dem Internet direkt ins Gerät. Ansonsten tut sich wenig am Himmel, was nicht vohersehbar ist. Mit den Möglichkeiten der Updatefähigkeit habe ich mich nicht näher beschäftigt.

Qualität der Kommentare

Der Wert für den Einsteiger hängt natürlich ganz wesentlich von den Informationen ab, die das Gerät liefert. Die Infos sind auf Einsteiger zugeschnitten und dementsprechend verständlich. Trotzdem war ich überrascht, beim SkyScout-Kommentar zu Vega einige neue Dinge zu erfahren.

Fazit

Für Einsteiger empfehlenswert, die niemanden als Mentor oder zum Austausch haben. Die Infos zu den Objekten sind gut und hilfreich (übrigens alles in deutsch), die Bedienung ist kinderleicht und weitgehend selbsterklärend. Der Markt hat die Preise auf ein erschwingliches Niveau gedrückt.

Die ideale Zielgruppe sind "Nichtastronomen". Wer beim Camping oder beim Kanarenurlaub schon mal wissen wollte, welcher Stern im Westen steht, findet unter den beiden Geräten den idealen Begleiter.

Wichtig ist beim Meade MySky, daß es senkrecht gehalten wird, ansonsten zeigt es die falsche Richtung an. Das Celestron schluckt mit seinen getönten Scheiben eine Menge Licht. Ansonsten sind die Bedienkonzepte Geschmackssache, weshalb es kein "besseres" Gerät gibt.

Ich würde insgesamt das Meade MySky bevorzugen, primär weil ich die zeitraubende GPS-Suche umgehen kann und zweitens weil ich beim Drüberpeilen mehr Sterne sehe als durch die Scheiben vom Celestron.


Für detailliertere Beobachtungen, speziell für die Verwendung als elektronischer Sucher, sind beide nicht genau genug, was nur zum Teil an den Geräten liegt und zum anderen Teil aus dem schwachen Erdmagnetfeld und der dementsprechend leichten Störbarkeit resultiert.

Stefan Schuchhardt

 

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