Galaxy D8W
Mit nur 800 mm Brennweite bei 200 mm Öffnung bietet dieses Dobson hervorragende Voraussetzungen zur Beobachtung großflächiger Deep-Sky Objekte. Ideal sind hierfür natürlich entsprechend korrigierte 2"-Okulare wie z.B. das 26 mm Nagler, das ungefähr soviel kostet wie das ganze Teleskop. Dies verdeutlicht, daß ein Teleskop mit einem kurzbrennweitigen Öffnungsverhältnis von f/4 nicht unbedingt für jeden das Richtige ist. Einem Einsteiger würde ich dringend zum f/6 raten, wo die Anforderungen an Material und Justierung um ein Vielfaches geringer sind. Die kompakten Abmessungen machen dieses Teleskop als Reiseteleskop und auch als Widefield-Zweitgerät interessant. Aufgrund der hohen Anforderungen an die Justiergenauigkeit kommt dieser f/4 serienmäßig mit einem hervorragenden, spielfreien 2" Crayford Okularauszug. Okularauszug und Adapter haben Spannringe. Der 8x50 RA-Sucher bietet einen komfortablen 90°-Einblick und ein kopf- und seitenrichtiges Bild. Der Sucher lässt sich wie bei den anderen Galaxy-Varianten austauschen, ebenso kann man eine 1:10 Mikrofokussierung bekommen, was insbesondere bei fotografischen Anwendungen sinnvoll ist.
Die meisten Interessenten für das D8W finden sich dann auch im astrofotografischen Bereich. Der kompakte Tubus paßt mit Rohrschellen bequem auf prallaktische Montierungen. Die Lichtstärke von f/4 ist in diesem Bereich ein enormer Vorteil. Klar sollte jedoch auch sein, daß man bei f/4 zwingend einen Komakorrektor einsetzen muß. Ideal wäre bei einem so großen Öffnungsverhältnis der Paracorr von TeleVue.
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