QSI - Serie 600

Die neue Serie 600 ist nun seit Okt. 2011 lieferbar!
Es handelt sich hierbei um eine Serie basierend auf den 500er Modellen, jedoch mit verschiedenen Weiterentwicklungen und Verbesserungen. Dennoch wird die 500er Serie parallel neben der 600er Serie als kostengünstigeres Produkt erhalten bleiben.
Vieles grundsätzliches was zur 500er Serie gesagt werden kann, gilt also auch für die 600er Serie. Insbesondere werden in der Serie 600 exakt die gleichen CCD-Chips von Kodak verwendet. Auch die flexible Zusammenstellung mit unterschiedlicher Ausstattung und den verschiedenen Gehäusegrößen wurde für die Serie 600 übernommen.
Nach intensiven Kontakt und Umfragen unter den Nutzern haben sich aber drei zentrale Änderungen in der Serie 600 ergeben: Schnellerer Modus für den Download, bessere CCD-Kühlung und ein größeres Filterrad.
Änderungen im Detail
Filterrad
Ein großer Wunsch vieler Anwender war ein größeres internes Filterrad mit mehr Filterpositionen. Eine Umfrage bei den Anwendern ergab die größte Zustimmung zu einem Filterrad mit 8 Positionen. In so einem Filterrad haben dann neben den üblichen Filtern LRGB auch noch die Schmalbandfilter H-Alpha, OIII, SII und NII Platz. Es ist nicht mehr notwendig, das Filterrad für Farb- und Schmalbandaufnahmen zu wechseln. Das größere Filterrad schlägt mit einem zusätzlichen Gewicht von ca. 300 g zu Buche.
Da die Sachlage zu den Filterrädern in der Diskussion immer wieder falsch dargestellt wird, sei an dieser Stelle die Konfiguration nochmal erklärt: Es handelt sich bei den Filterrädern von QSI um um interne und optionale Filterräder. Der Vorteil des internen Filterrades ist, dass durch den geringen Abstand zwischen Chip und Filter nur vergleichsweise kleine und kostengünstige Filter benötigt werden. Es ist ein erheblicher preislicher Unterschied, ob man 8 Interferenzfilter in 1.25" oder in größeren Formaten kaufen muss. Immer lässt sich eine QSI-Kamera auf Wunsch auch ohne internes Filterrad bestellen und mit einem externen Filterrad betreiben. Dann ist bei einer QSI-Kamera der Abstand zwischen Filter und CCD-Chip immer noch geringer als bei den meisten anderen CCD-Kameras in der gleichen Konfiguration mit externem Filterrad.
Neue Peltierkühlung
Die Serie 600 hat gegenüber der 500er Serie ein neues, verbessertes 2-stufiges Peltier-Kühlungssystem bekommen. Mit diesem neuen System kann der CCD-Chip 45° unter die Umgebungstemperatur heruntergekühlt werden. Die Lüfter sind nach Bedarf steuerbar und müssen nicht immer in Volllast laufen. Mit der optionalen Wasserkühlung kann man nochmal 5 Grad mehr herunterkühlen (50° unter der Umgebungstemperatur).
Gegenüber der Serie 500 ist das eine um 7 Grad größere Kühlleistung (jeweils bei einer Stromaufnahme der Peltierelemente von rund 80% der Maximalleistung gemessen), was einer Halbierung des Dunkelstroms entspricht. Je 6 bis 7 Grad Temperaturunterschied verdoppelt oder halbiert sich der Dunkelstrom. Von der bessern Kühlleistung profitieren im wesentlichen die Fotografen, die unter warmen und feuchten klimatischen Bedingungen arbeiten müssen.
Schneller und langsamer Auslesemodus
Die Serie 500 ist auf das geringst mögliche Ausleserauschen hin optimiert. Hier werden nur rund 400.000 Pixel pro Sekunde ausgelesen. Das Auslesen des gesamten Chips dauert demzufolge relativ lang. Bei einem CCD-Chip wie dem KAF-8300 mit 8 Megapixel kommen da schon mal 20 Sekunden für das komplette Bild zusammen.
In der Serie 600 wurde nun ein High Quality Mode mit etwa der doppelten Pixelrate der Serie 500 implementiert (800.000 Pixel pro Sekunde) und ein High Speed Mode mit rund 8. Millionen Pixel pro Sekunde. Mit letzterem Modus kann man das komplette Bild eines KAF-8300 im 1x1 Binning in rund einer Sekunde übertragen. Das war der vielfache Wunsch der Astrofotografen um das Fokussieren etwas schneller und zügiger zu gestalten. Dagegen liefert der High Quality Mode das gesamte Bild in rund 10 Sekunden aus bei einem vergleichbar geringen Ausleserrauschen wie bei der Serie 500.




